Kunst in vielen Facetten

Die zweitägige Kulturfahrt der Museumsfreunde am 23. und 24. August 2026 führte nach Duisburg, Oberhausen und in die Niederlande

Die Museumsfreunde im Skulpturenpark des Kröller-Müller Museums
vor Mark di Suveros eindrucksvoller Stahlskulptur ” K-piece” (1972) – Foto: Andreas Götz

Ein Wochenende voller Kunsterlebnisse verbrachten die Freunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte Marburg bei ihrer Kulturfahrt in die Niederlande. Erste Station war das Lehmbruck Museum in Duisburg. Bereits die außergewöhnliche Architektur mit ihrer offenen Glashalle, den verschiedenen Galerieebenen und dem Zusammenspiel von Glas, Beton und Kieselsteinwänden beeindruckte die Reisegruppe. Einen besonderen Akzent setzte die Sonderausstellung des britisch-indischen Künstlers Anish Kapoor, des diesjährigen Wilhelm-Lehmbruck-Preisträgers. Werke aus fünf Jahrzehnten zeigten die Bandbreite seines Schaffens und seine Auseinandersetzung mit Material, Form, Raum und Wahrnehmung – von tiefschwarzen Pigmenten und rosa Onyx über glänzenden Edelstahl bis zur imposanten Wachsarbeit ‚Past, Present, Future‘. Vergnügen und Staunen bereitete den Mitreisenden die monumentale, geschwungene Edelstahlskulptur ‚Double S-Curve‘. In ihren spiegelnden Oberflächen vervielfachten und verzerrten sich Raum und Betrachtende, wodurch die Wahrnehmung irritiert und vertraute Vorstellungen von Raum gänzlich infrage gestellt wurden.

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Inklusionsprojekt der Museumsfreunde im ZDF vorgestellt

Bundesweite Aufmerksamkeit für das Kunstmuseum Marburg

Foto: Eva-Maria Dickhaut


Das Inklusionsprojekt „Museum für alle“- Türen öffnen für Menschen mit Behinderung“ der
Museumsfreunde Marburg wurde bundesweit im ZDF vorgestellt. Für die Sendung „Aktion
Mensch – Glückszahlen der Woche“ war kürzlich ein Fernsehteam im Kunstmuseum Marburg
zu Gast. Die Ausstrahlung erfolgte am Sonntag, 2. August um 18:55 Uhr. Die Sendung
verbindet die Bekanntgabe der Gewinnzahlen mit kurzen Reportagen über Projekte, die von
der Aktion Mensch gefördert werden.
Mit einer Fördersumme von rund 109.000 Euro, ermöglichte die Aktion Mensch, den
Museumsfreunden Marburg in den vergangenen drei Jahren die Umsetzung ihres inzwischen
erfolgreich abgeschlossenen Projekts. Eine Projektdokumentation, die die Ergebnisse und
Erfahrungen des Projekts zusammenfasst, trug anschließend maßgeblich dazu bei, dass die
Initiative für die Sendung ausgewählt wurde.
„Unser Ziel ist es, das Museum dauerhaft für ein breiteres Publikum zu öffnen und Teilhabe
ganz selbstverständlich zu machen“, erklärten die beiden Vorsitzenden der Museumsfreunde
Dr. Bernhard Conrads und Dr. Catharina Graepler. „Das Projekt ‚Museum für alle‘ war dafür
ein wichtiger Schritt und Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung unserer inklusiven
Angebote.“

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Ausschreibung des “Günther-Blau-Kunstpreises” 2026/27

Präambel

Die „Freunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte Marburg e.V.“ haben sich – neben ihrem Engagement für das Kunstmuseum Marburg und die musealen Teile des Landgrafenschlosses – die Aufgabe der Förderung von Kunst und Kultur in Marburg und Umgebung gestellt.

Vor diesem Hintergrund und im Gedenken an den überregional bekannten Marburger Maler Günther Blau (1922–2007) schreiben sie den

„Günther-Blau-Kunstpreis“

als Förderpreis für Schülerinnen und Schüler der Marburger Region aus. Ziel des Preises ist es, die Kreativität junger Menschen zu bestärken und sie zu eigenständigem künstlerischen Arbeiten zu motivieren. Zugleich soll der Preis Schulleitungen, Lehrkräfte sowie Eltern für das Marburger Kunstleben und die Marburger Museen interessieren und diese als kreative und kommunikationsfördernde Orte erfahrbar machen.

Ausschreibung

1. Verleiher des Preises: Freunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte Marburg e.V.

2. Name des Preises: GÜNTHER-BLAU-KUNSTPREIS

3. Zielgruppe / Teilnahmeberechtigung: Teilnahmeberechtigt sind alle Schülerinnen und Schüler der Schulen des Landkreises Marburg-Biedenkopf, die zum Zeitpunkt der Preisverleihung mindestens die Jahrgangsstufe 10 besuchen. Die Bewerbung erfolgt eigenständig und bedarf keines Vorschlags durch Lehrkräfte. Frühere Preisträgerinnen und Preisträger können erneut teilnehmen, jedoch nicht erneut ausgezeichnet werden.

4. Ausschreibungsrhythmus: Der Preis wird im zweijährigen Turnus vergeben.

5. Zeitlicher Ablauf: Ausschreibung im Juni/ Juli 2026 – Einreichung der Arbeiten 13. und 14. November 2026.  Preisverleihung und Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 26. November 2026,18:00 Uhr.

6. Einzureichende Arbeiten: Malerei, Grafik, Collage, Skulptur / plastische Arbeiten. Es kann pro Bewerberin bzw. Bewerber eine Arbeit eingereicht werden.

7. Thema für das Schuljahr 2026: ECHT?!

Das Motto ‚ECHT?!‘ lädt dazu ein, in einer Zeit digitaler Bilder, KI und vielfältiger Inszenierungen die eigene Wahrnehmung von Wirklichkeit zu hinterfragen und künstlerisch zu erforschen, was Wahrheit und Authentizität heute bedeuten.

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