Kunst- und Kulturfahrten

In der Regel zweimal jährlich bieten die Freunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte Marburg e.V. eine Kulturfahrt an. Individuell, je nach Interesse und Kondition, erlebt man auf bequeme Weise (Busfahrt) im Kreise an Kultur interessierter Mitglieder Kunstgenuss vom Feinsten.

Unser nächstes Reiseziel sind das Arp-Museum Bahnhof Rolandseck und das Denkmalareal Sayner Hütte in Neuwied

Abfahrt ist am 15. April 2023, um 8:45 Uhr, am Parkplatz Georg-Gaßmann-Stadion Marburg. 

Als wichtige Vertreter der Avantgardekünstler des 20. Jahrhunderts bewegten sich Hans Arp und seine Frau Sophie Taeuber-Arp in den künstlerischen Kreisen der Dadaisten, der Konstruktivisten und der Pariser Surrealisten. Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck ist das einzige Museum, das sich auf Grundlage seiner umfangreichen Sammlungsbestände mit beiden Künstlerpersönlichkeiten in gleichem Maße auseinandersetzt. Neben seiner Kunstsammlung und seinen aktuellen Ausstellungen gilt das Arp Museum Bahnhof Rolandseck aufgrund seiner einzigartigen Architektur als eines der schönsten Kunstmuseen im Rheinland. Das spätklassizistische Bahnhofsgebäude ist durch eine unterirdische Passage mit einem spektakulären Neubau des Architekten Richard Meier – hoch über dem Rhein – verbunden.

Um 11:15 Uhr beginnen unsere Führungen, während der wir nicht nur die Sammlung, sondern auch die Geschichte und Architektur des Arp Museums kennenlernen werden.  

Ab 13:00 Uhr haben wir Plätze im Museums-Restaurant Interieur No. 253 reserviert.

Ca. 14:30 Uhr Weiterfahrt nach Neuwied. Gegen 15:30 Uhr einstündige Führungdurch die historische Gießhalle der Sayner Hütte, die 1830 nach den Plänen von Bauinspektor Carl Ludwig Althans errichtet wurde. Sie ist Teil eines Ensembles, das zu den bedeutendsten Zeugnissen der frühindustriellen Epoche in Deutschland gehört. Mit ihrer einzigartigen verglasten Westfassade und mit tragender Gusseisenkonstruktion aus Rippen und Spitzbögen ist sie ein herausragendes Wahrzeichen der Ingenieurbaugeschichte.

Rückfahrt nach Marburg gegen 17:00 Uhr, geplante Ankunft ca. 19:00 Uhr

Eine verbindliche Anmeldung ist bis spätestens 18.03.2023 erforderlich.

Bei weniger als 30 Teilnehmern muss die Fahrt leider ausfallen.

Die Kosten für

·      Busfahrt in einem bequemen Reisebus

·      Eintritt und Führung im Arp Museum

·      Eintritt und Führung in der Sayner Hütte

betragen pro Person 47,00 Euro und sind mit der Anmeldung auf das Sonderkonto für Fahrten der Freunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte Marburg e.V. bei der

Sparkasse Marburg-Biedenkopf – IBAN DE14 5335 0000 0000 0798 39 zu überweisen. Der Eingang des Überweisungsbetrages und die rechtzeitige Anmeldung sind für die Teilnehmerzahl bindend.

Wir freuen uns auf Sie und bitten um baldige Anmeldung über: info@museumsfreunde-marburg.de

 Wegen verbindlicher Buchungen unsererseits ist bei kurzfristiger Nichtteilnahme eine Rückerstattung der Teilnahmegebühr leider nicht möglich.   Änderungen vorbehalten.

Unsere bisherigen Reisen

Unser letztes Reiseziel war die Documenta Fifteen in Kassel

28. September 2019Museum Kolumba in Köln und Schloss Augustusburg in Brühl  
30. März 2019Hessisches Landesmuseum und Mathildenhöhe in Darmstadt
27. Oktober 2018Kloster Marienhausen in Rüdesheim-Aulhausen und
Kunstkeller des Weinguts Georg Müller Stiftung in Hattenheim
8. März 2012Neue Galerie und Gemäldegalerie Alte Meister in Kassel
26. Juni 2010Städel, Museum Giersch und Liebighaus in Frankfurt am Main
22. Juli 2009Städel in Frankfurt am Main
18. Juni 2008Museumslandschaft Hessen in Kassel
7. Februar 2008Städel in Frankfurt am Main

28. September 2019

Museum Kolumba in Köln und Schloss Augustusburg in Brühl     

Das erste Ziel war das Museum Kolumba im Zentrum Kölns und in unmittelbarer Nähe zum Dom. Das Museum wurde von dem Schweizer Stararchitekten Peter Zumthor über den Ruinen der im Zweiten Weltkrieg zerstörten spätgotischen Kirche St. Kolumba als Diözesanmuseum gebaut und 2007 eingeweiht. In einem Architekturwettbewerb setzte sich sein Entwurf gegen mehr als 160 Bewerber durch: »Wir wünschen uns ein lebendes Museum bezogen auf die Realität und die Würde des Vorhandenen, eine raumschaffende Architektur, zurückhaltende und langlebige Materialien, ein Minimum an Technik, Einfachheit und Funktionalität im Detail, eine sorgfältige und materialgerechte Ausführung, einen selbstverständlichen Ort für die Menschen und die Kunst.«

Das Baumaterial Backstein steht für den Wiederaufbau und macht das Flicken und Ergänzen der zerstörten Kirche sichtbar. „Lebendes Museum“ bedeutet, dass mehrfach im Jahr die Werke der eigenen Sammlung von alter und zeitgenössischer Kunst in veränderten Kontexten gezeigt und unter wechselnden Gesichtspunkten neu inszeniert werden. Das Motto der diesjährigen Jahresausstellung lautet „1919 49 69ff“. Es zeigt hundert Jahre Zeitgeschichte aus verschiedenen Blickwinkeln unterschiedlicher Künstler, und wie diese mit ihren Werken auf historische Umbruchzeiten reagieren.

Nach einer Mittagspause am Rheinufer ging es weiter nach Brühl zum Schloss Augustusburg, einem Meisterwerk des Rokoko und Barock, für dessen Prunktreppenhaus Balthasar Neumann den Entwurf anfertigte und Dominique Girard ab 1728 die barocke Gartenanlage nach französischem Vorbild schuf. Das viele Jahrzehnte lang als Repräsentationsschloss der Bundesregierung genutzte Schloss gehört seit 1984 zum UNESCO Weltkulturerbe.

30. März 2019

Hessisches Landesmuseum und Mathildenhöhe in Darmstadt

Das Hessiche Landesmuseum Darmstadt ist eines von drei hessischen Landesmuseen und gehört zu den ältesten öffentlichen Museen in Deutschland. Seine Bestände gehen auf eine umfangreiche Stiftung des Großherzogs Ludwig I. von Hessen-Darmstadt im Jahr 1820 zurück. Als interdisziplinäres ‚Universalmuseum’ beherbergt es neben bedeutenden naturkundlichen und kulturhistorischen Sammlungen außergewöhnliche Beispiele aus vielen Bereichen der Kunstgeschichte, darunter einzigartige Druckgrafiken von Albrecht Dürer und Rembrandt.

Von 2007 bis 2014 war das Museum geschlossen, um es von Grund auf denkmalgerecht zu sanieren und renovieren. Dank fachkundiger Führungen konnten wir Einblicke in wesentliche Sammlungen des Hauses und die abwechslungsreiche Inszenierung der Objekte bekommen sowie viel über die neuen Konzepte des Museums erfahren.

Die Künstlerkolonie Mathildenhöhe gilt weltweit als überragendes Zentrum des Jugendstils und ist seit 2021 UNESCO Welterbestätte. „Eine Stadt müssen wir erbauen, eine ganze Stadt.“ Diese Worte des berühmten Architekten der Mathildenhöhe, Joseph Maria Olbrich, sind in die Geschichte eingegangen. Das Darmstädter Bau-Ensemble ist bis heute architektonisch und künstlerisch wegweisend universell. Bei einem geführten Rundgang über die Mathildenhöhe lernten wir das Gesamtensemble mit Atelierhaus und Ausstellungsgebäude kennen und konnten eines der Künstlerhäuser besichtigen.

27. Oktober 2018

Kloster Marienhausen in Rüdesheim-Aulhausen und Kunstkeller des Weinguts Georg Müller Stiftung in Hattenheim

Zunächst fuhren wir zum Kloster Marienhausen nach Rüdesheim-Aulhausen und besichtigten dort die nach jahrelanger Sanierung wieder eröffneten Marienkirche, eine aus dem frühen 13. Jahrhundert stammende Zisterzienserinnenkirche.

Mit der gesamten künstlerischen Ausgestaltung wurde das Atelier Goldstein der Lebenshilfe Frankfurt beauftragt. Das Atelier gilt als eines der weltweit besten „Outsider Art“-Ateliers, in dem Künstlerinnen und Künstler mit unterschiedlichen Handicaps arbeiten. Ihnen ist es auf einzigartige Weise gelungen, mittelalterliche Spiritualität mit zeitgenössischer künstlerischer Gestaltung zusammen zu führen.

Nach einem Mittagessen im Kloster Marienhausen schloss sich ein Besuch des Kunstkellers im Weingut Georg Müller Stiftung in Hattenheim mit einer Kunstführung und einer Weinprobe an. 2004 hat die Galerie Rother Winter Wiesbaden in einem 250 Jahre alten Weinkeller-Gewölbe und für eine Fläche von 1000 qm eine permanente Ausstellung zeitgenössischer Kunst entwickelt, bestehend aus eindrucksvollen Installationen, Lichtobjekten, Malereien und Skulpturen.