Museum für alle

Eines unserer Ziele ist  die Inklusion, wie es der Titel „Museum für alle“ ausdrückt und wie sie in unserer Satzung als ein Vereinszweck aufgeführt ist.
Das Museum der Universität engagiert sich durch die Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern im Rahmen des „Museums für alle“ dafür, möglichst vielfältige Vermittlungsangebote zu entwickeln und auch Menschen mit Behinderung gewinnbringende Kunsterlebnisse zu ermöglichen.

Insbesondere durch Einwerbung von Drittmitteln und Mitwirkung an neuen inklusiven Konzepten fördern wir als Freunde des Museums der Kunst und Kulturgeschichte die Erarbeitung von Angeboten für Menschen mit Behinderungen. Im durch die Sanierung und Modernisierung der letzten Jahre baulich barrierefreiem Kunstmuseum wird die Sammlung noch leichter zugänglich gemacht werden. Wir engagieren uns dafür, dass Menschen, die wegen ihrer Behinderung benachteiligt sind und es z.B. wegen Blindheit oder Einschränkungen ihrer Sehfähigkeit schwerer haben, sich mit Kunst und Kulturgeschichte zu befassen, angemessene Voraussetzungen für ihren Museumsbesuch vorfinden. Für Besucher, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, steht ein kostenlos auszuleihender Rollstuhl fürden Museumsbesuch zur Verfügung.

Die Freunde übernehmen bei ihrem Engagement für die Inklusion keine staatlichen Pflichtaufgaben. Die bauliche Barrierefreiheit des Kunstmuseums Marburg haben das Land Hessen und die Universität finanziert, unterstützt durch die Universitätsstadt Marburg. Wir als Verein versuchen ergänzende Mittel zu bekommen, damit das Vermittlungsangebot des Museums ausgebaut werden kann. Konkrete Projekte, die wir als Verein finanziell ermöglichen, tatkräftig unterstützen und öffentlich bekannt machen, sind:

  • Orientierungsmöglichkeit für blinde Menschen anbieten, z.B. durch ein Tastmodell des Museums
  • neue Kunsterfahrungen ermöglichen, z.B. durch Tastmodelle von Hauptwerken der Sammlung
  • Informationen und Audio-Führungen in leichter Sprache und in Brailleschrift
  • Fortbildung von Museumsführern im Sinne der Inklusion
  • Ausbildung von behinderten Menschen als Museumsführer

Kunstwerk aus dem Atelier Goldstein, Frankfurt

Zur Wiedereröffnung am 21. Oktober 2018 – nach seiner siebenjährigen Sanierung – haben wir dem Kunstmuseum Marburg eine Arbeit der Künstlerin Perihan Arpacilar (*1949) geschenkt.

Beim Festakt zur Wiedereröffnung des Museums am 16. Oktober 2018 wurde es von Horst Piringer, Vorsitzender der Freunde des Museums, dem Museumsdirektor Dr. Christoph Otterbeck überreicht. Das Kunstwerk gehört zu einem Zyklus von „Selbstbildnissen“ berühmter Künstler, die von der Künstlerin angefertigt wurden. Perihan Arpacilar arbeitet gemeinsam mit derzeit 16 weiteren Künstlerinnen und Künstlern im europaweit angesehenen Atelier Goldstein der Lebenshilfe Frankfurt für Menschen mit Handicap. Das von uns ausgewählte Kunstwerk ist ein beredtes Zeichen dafür, dass behinderte Künstler ganz selbstverständlich zu den Kunstschaffenden dieses Landes gehören und ihre Werke Teil eines „Museums für alle“ sind.

Horst Piringer und Dr. Christoph Otterbeck bei der Überreichung des Werkes von Perihan Arpacilar

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Türen öffnen – Inklusion im Kunstmuseum Marburg

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