Die zweitägige Kulturfahrt der Museumsfreunde am 23. und 24. August 2026 führte nach Duisburg, Oberhausen und in die Niederlande

vor Mark di Suveros eindrucksvoller Stahlskulptur ” K-piece” (1972) – Foto: Andreas Götz
Ein Wochenende voller Kunsterlebnisse verbrachten die Freunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte Marburg bei ihrer Kulturfahrt in die Niederlande. Erste Station war das Lehmbruck Museum in Duisburg. Bereits die außergewöhnliche Architektur mit ihrer offenen Glashalle, den verschiedenen Galerieebenen und dem Zusammenspiel von Glas, Beton und Kieselsteinwänden beeindruckte die Reisegruppe. Einen besonderen Akzent setzte die Sonderausstellung des britisch-indischen Künstlers Anish Kapoor, des diesjährigen Wilhelm-Lehmbruck-Preisträgers. Werke aus fünf Jahrzehnten zeigten die Bandbreite seines Schaffens und seine Auseinandersetzung mit Material, Form, Raum und Wahrnehmung – von tiefschwarzen Pigmenten und rosa Onyx über glänzenden Edelstahl bis zur imposanten Wachsarbeit ‚Past, Present, Future‘. Vergnügen und Staunen bereitete den Mitreisenden die monumentale, geschwungene Edelstahlskulptur ‚Double S-Curve‘. In ihren spiegelnden Oberflächen vervielfachten und verzerrten sich Raum und Betrachtende, wodurch die Wahrnehmung irritiert und vertraute Vorstellungen von Raum gänzlich infrage gestellt wurden.
Anschließend ging es zum Gasometer Oberhausen. Die Ausstellung „Mythos Wald“ vermittelte mit Fotografien, Filmen, Klängen und Exponaten die Einzigartigkeit und Vielfalt der Wälder. Blickfang war die imposante Baum-Installation, deren wandernde und pulsierende Lichteffekte den Baum von den Wurzeln bis zur Krone als lebendigen Organismus erfahrbar machten.
Den Höhepunkt der Reise bildete bei herrlichem Wetter das Kröller-Müller Museum im Nationalpark De Hoge Veluwe. Zwischen 1907 und 1922 trugen Helene Kröller-Müller und ihr Mann Anton eine der bedeutendsten Privatsammlungen des 20. Jahrhunderts zusammen. Die Fülle hochkarätiger Werke von Vincent van Gogh, Pablo Picasso, Piet Mondrian und vielen weiteren Künstlern begeisterte die Teilnehmenden ebenso wie die harmonisch in der Landschaft integrierten Kunstwerke im weitläufigen Skulpturenpark rund um das Museum.







































